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Die Megasite Management Guideline

3 1Vorwort: Megasites Megasites stellen eine Gefahr für Boden- und Wasser- ressourcen dar und verursachen Umwelt- und Gesund- heitsrisiken sowie ökonomische und soziale Kosten in erheblichem Ausmaß. Ihre effiziente und nachhaltige Revitalisierung bedarf innovativer Erkundungs- und Sa- nierungstechnologien wie auch integrierter Bewertungs- ansätze zur Optimierung von Nachnutzungsvisionen für eine tragfähige und nachhaltige Kommunal- und Regio- nalentwicklung. In Europa existieren über 20.000 komplex und großflächig kontaminierte Flächen, die als Megasites bezeichnet wer- den können. Megasites sind Standorte, auf die mindes- tens eines der nachfolgend aufgeführten Merkmale zu- trifft: 1. Es gibt großräumige, komplexe Verunreinigungen mit Schadstoffen im Boden und/oder im Grund- wasser, die durch langjährige gewerbliche, indus- trielle und/oder militärische Aktivitäten von Men- schen verursacht wurden. 2. Mehrere hoch belastete Bereiche im Boden und/ oder im Grundwasser (Schadensquellen) sind vorhanden. Sie sind in ihrem räumlichen Ausmaß nicht exakt bestimmbar, ihre Schadstoffkonzent- ration ist oft zeitlichen Schwankungen unterwor- fen und reicht teilweise über die Grenzen der Lie- genschaft hinaus. 3. Eine Vielzahl an betroffenen Akteuren ist in den Revitalisierungsprozess einzubeziehen. Unter- schiedlichste Interessen und Zielvorstellungen müssen in den Entscheidungsprozessen berück- sichtigt werden. 4. Wirtschaftliche und planerische Auswirkungen auf unterschiedlichen Ebenen (regional, kommu- nal) sind zu beachten. Sie lösen eine übergreifen- de Betroffenheit bei den beteiligten Akteuren aus und erfordern deren Zusammenarbeit. 5. Aufgrund der Flächengröße sind Spielräume für eine integrierte Optimierung von Nachnutzungs- und Zwischennutzungsoptionen gegeben.

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