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Die Megasite Management Guideline

17 Konkretisierung der Nutzungsvorstellungen: Szenarien und Layouts Nach der Datenintegration erfolgt die Konkretisierung der Nutzungsvorstellungen hin zu einer Nachnutzungsvisi- on. Der MMT-Anwender kann dazu Szenarien, das heißt die gewünschten Flächenanteile der zukünftigen Nutzun- gen festlegen (Industriegebiet, Wohnbebauung, Grünflä- chen usw.). Für diese Szenarien können mit den jeweili- gen Einzelmodulen der Toolsuite verschiedene mögliche Layouts (verschiedene Anordnungen der Nutzung auf der Fläche) integriert bewertet werden, um besonders geeignete Nutzungsvorstellungen zu identifizieren. Ab- hängig von den Präferenzen des Anwenders können be- sonders geeignete Layouts für die Bebauungs- und Sa- nierungsplanung gewählt werden. Bewertung von Nutzungsoptionen Zunächst sind im Rahmen einer Gefährdungsabschät- zung die am Standort vorliegenden Untergrundverunrei- nigungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf relevan- te Schutzgüter (z.B. das Grundwasser) und Rezeptoren (z.B. den Menschen) zu bewerten. Dazu sind alle von ei- ner Schadstofffreisetzung mittel- oder unmittelbar betrof- fenen Umweltkompartimente zu berücksichtigen – in der Regel sind das der Boden und das Grundwasser. Die Gefährdungsabschätzung kann mit der MMT mit- tels einer sogenannten Konfliktanalyse nutzungsspezi- fisch durchgeführt werden. Dazu werden die schadstoff- und nutzungsabhängigen Qualitätsanforderungen – in Form von Zielwerten, z.B. aus Verordnungen oder Re- gelwerken oder durch eine Expositions- und Risikobe- trachtung – für Boden- und Grundwasser mit der jeweils zu bewertenden Nutzungsvariante (Layout) mit Hilfe der MMT in Relation gesetzt. Die Zuordnung der Zielwerte erfolgt für jeden Schadstoff und Nutzungstyp und wird mit der räumlichen Schadstoffverteilung im Untergrund – dem sogenannten Schadstoffinventar – innerhalb der GIS-gestützten Analyse verschnitten. Dabei können auch mehrere Schadstoffe im Boden und Grundwasser gemeinsam betrachtet werden, was für die Analyse von Megasites und deren komplexen Schadstoffinventaren ein zentraler Aspekt sein kann. Entsprechend der räumlichen Anordnung des Nutzungs- layouts und der Sensibilität der gewünschten Nutzungen resultieren Konfliktflächen- und Zielwertüberschrei- tungskarten. Sie bilden die Ausprägung des Zielkon- flikts zwischen gewünschter Nachnutzung und Kosten- vermeidung (Minimierung des Sanierungsaufwands) ab. Die Verteilung und das Ausmaß der Konflikte werden mit weiteren Informationen, z.B. Tiefenlage der Kontaminati- on, Größe der betroffenen Fläche, etc., in Form von Ta- bellen und Rasterdaten im System abgelegt und bilden die Grundlage für die anschließende Sanierungskosten- abschätzung. Gefährdungsabschätzung / Konfliktanalyse

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