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Die Megasite Management Guideline

16 Beteiligte einer kompletten Flächenentwicklung. Nutzungsidee und Planungsentwurf entstehen noch weitgehend unabhän- gig von der Altlastensituation. Die Erfahrung zeigt, dass daraus Konflikte entstehen können, insbesondere wenn sensible Nutzungen im Bereich der stärkeren Boden- und Grundwasserverunreinigungen geplant sind. Es ist daher zielführender, von Beginn an das Thema der Alt- lasten nicht auszublenden, sondern aktiv in den Prozess der Entwicklung einer Nutzungsvorstellung mit einzube- ziehen. Seit Mitte der 1990er Jahre werden in allen Bun- desländern Altlastenkataster geführt, in denen bekannte und vermutete Belastungen, die meist aus historischen Erhebungen und Erkundungen stammen, registriert sind. Diese Informationen werden bei der zuständigen Boden- schutzbehörde geführt und bieten für die Ideenentwick- lung den Einstieg in den Planungsprozess. Im weiteren Verlauf des Revitalisierungsvorhabens werden dann nor- malerweise weitere, detailliertere Untersuchungen zur Belastungssituation erforderlich, um eine verlässlichere Bewertung von Nutzungsoptionen vornehmen zu kön- nen. Die MMT kann unabhängig von Dichte und Güte der zur Verfügung stehenden Daten angewendet wer- den, das heißt sie kann die Planung und Bewertung zu unterschiedlichen Phasen eines Revitalisierungsprojekts unterstützen. Datenerhebung An der Entwicklung von Flächennutzungsoptionen für Megasites ist in der Regel eine Vielzahl von Akteuren be- teiligt. Die politische Gemeindevertretung, städteplane- rische Fachbehörden sowie Investoren und Eigentümer, aber auch externe Stadtplaner sind hierbei wesentliche Akteure. Von Amts wegen sind in Deutschland die für Bo- denschutz und Altlasten zuständigen Behörden auf lo- kaler und regionaler Ebene in diesen Prozess involviert. Einhergehend mit dem Wandel hin zur partizipativen Er- arbeitung von Planungsideen, wird zunehmend die Be- teiligung der weiteren Öffentlichkeit (z.B. Vereine, lokale Gruppen, Bewohner) bei der Entwicklung künftiger Nut- zungsvorstellungen eingefordert. In der Regel werden zu Beginn eines Megasite-Revita- lisierungsprojektes sämtliche, durch technische Unter- suchungen oder anderweitig ermittelte Daten und Infor- mationen zu Standort(vor)nutzung, Schadenssituation, Untergrundbeschaffenheit, etc. zusammen getragen. Hierzu gehören folgende Punkte: ■■ bestehende Flächennutzungs- und Bebauungspläne, ■■ Informationen zur Belastungs- und Bebauungssi- tuation der Fläche (ökologische Lasten, Bauwerke, Denkmalschutz, etc.), ■■ Basisdaten zur Kalkulationen von Kosten für Ab- riss-, Entsorgungs-, Sanierungs- und Nachsorge- Maßnahmen, ■■ bereits lokal verwendete Indikatoren nachhaltiger Stadtentwicklung. Alle Daten mit räumlichem Bezug (hydrogeologische Da- ten, Konzentration der Schadstoffe, etc.) sind für eine Anwendung der MMT aufzubereiten und in ein für das GIS-basierte Datenmanagement der MMT geeignetes Format zu überführen.

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