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Die Megasite Management Guideline

10 Regionale Einbettung Empfehlung 2 Eine abgestufte Vorgehensweise ist die beste Voraussetzung, die Megasite-spezifischen Schwierigkeiten bei der Revitalisierung erfolgreich zu bewältigen. Auch wenn der zeitliche und der daraus resultierende finanzielle Aufwand für Planung, Bewertung und Optimierung hoch sein kann, wird die Implementierungs- phase und damit der potentiell kostenintensivste Abschnitt in einem Revitalisierungsprojekt, wesentlich ver- einfacht und deutlich verkürzt. ! Aufgrund ihrer eingangs genannten Merkmale sind Me- gasites auf kommunaler sowie regionaler Ebene in aller Regel in planerische und wirtschaftliche Entscheidungs- zusammenhänge eingebettet. Die folgenden Aspekte sind daher für eine erfolgreiche Revitalisierung zu prüfen und gegebenenfalls gesondert zu betrachten: ■■ Megasites haben Wirkungen über den Bereich der unmittelbar betroffenen Nachbarschaft und der Ge- meinde hinaus. Sie können sowohl ein regionales Entwicklungshemmnis als auch einen Entwicklungs- impuls darstellen. ■■ Als Projekt ist die Revitalisierung einer Megasites häufig Bestandteil von Flächenmanagement-Förder- programmen auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene. Teilweise sind es gerade diese Projekte, die – als „Leuchtturmprojekte“ bezeichnet – eine besonders herausgehobene Stellung haben. ■■ Regionale Verbünde und Kooperationen von Ge- meinden (z.B. Grundstücksfonds), sind geeignet, die politischen und ökonomischen Konfliktlagen bei Flächenneuausweisungen im Sinne einer Verbesse- rung der Rahmenbedingungen für die Megasite-Re- vitalisierung von Altflächen zu überwinden. Die Planung einer Megasite-Revitalisierung ist von An- fang an mit den raumordnerischen Zielen und Grund- sätzen sowie den Abstimmungsprozessen auf Landes- und Regionalplanungsebene abzugleichen. Dabei muss eine enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Gemein- den, privatwirtschaftlichen Entwicklern und Investoren erfolgen. Anders als die kommunale Flächennutzungs- planung muss das Management einer Megasite-Revitali- sierung also nicht in erster Linie hierarchische Leitungs- und Kontrollfunktion ausüben, sondern im Wesentlichen Koordinierungs-, Moderations- und Motivationsleis- tungen erbringen. So besteht z.B. eine wichtige Aufga- be des Revitalisierungsmanagements darin, das Projekt derart zu gestalten, dass es mit den verschiedenen regi- onalen Leitbildern der Entwicklung in Übereinstimmung ist.

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